Besucht von: JJ , am: 17. 01. 2004 , Objekt Nr. ch-rr-gv.0006 ....................................................................................................Die Bildergalerie befindet sich am Ende dieser Seite !!!

 

 


Schweiz Turgau



Gutshof Stutheien !



Forschungsgeschichte und Befunde

Schon 1855 kamen in Stutheien die ersten römischen Funde zutage, darunter ein Frauenkopf einer STatue sowie eine ganz erhaltene Keramiktasse. Die Villa wurde dann 1928 vom damaligen Kantonsarcheologen Karl Keller - Tarnuzzer grossflächig ausgegraben. Er fand neben einigen ökonomiegebäuden das Herrenhaus mit Badeanlage, Wohnhalle sowie vorgelagerter Portikus. Dieser Laubengang war ursprünglich unterkellert; Ansätze der beiden Kellerfenster lassen sich noch deutlich im Mauerwerk erkennen. Das "Heissbad" besass eine Hypokaustanlage (Bodenheizung), die vom Praefurnium ("Heizkeller") aus eingefeuert wurde. Das Badewasser wurde wohl vom "Steinegger - Bächlein" abgeleitet.
In der WOhnhalle konnte eine grosse Herdstelle freigelegt werden. Überreste von Wandmalereien sowie das reiche Fundmaterial bezeugen einen gehobenen Lebensstil der Gutsbesitzer.
Die römische Villa wurde gegen Ende des 2. Jahrhunderts n. Chr. gebaut. Nach einer Brandkatastrophe wurde das Gebäude neu errichtet und bis in die 1. Hälfte des 3. Jahrhunderts bewohnt. Wenige Funde belegen auch eine Nutzung des Siedlungsplatzes im 4. Jahrhundert. Auf dem landwirtschaftlichen Grossbetrieb lebten vermutlich mehrere Familien, die Ackerbau und Viehzucht betrieben. Getreide, Feldfrüchte sowie Fleischwaren wurden wahrscheinlich im nahegelegenen römischen Marktflecken Tasgetium (Eschenz) vertrieben.


Die Funde

Bei den Ausgrabungen von 1928 konnte ein umfangreiches Fundinventar geborgen werden. Viele Kochtöpfe, Specksteingefässe und Reibschüsseln sowie Knochen von Rind, Schwein, Schaf, Haushuhn, Hirsch, Hase, und Fisch bezeugen eine abwechslungsreiche Küche. Die Speisen wurden auf verziertem Tafelgeschirr (sog. Terra sigillata) serviert. In Krügen tischte man Wein auf, der aus dekorierten Tonbechern und wertvollen Glasgefässen getrunken wurde.
Daneben fanden sich viele Eisengeräte, darunter mehrere Messer, Schafscheren, Scharniere, Ketten, Schlüssel und Nägel sowie eine Hacke, ein Nuteisen und ein Sägeblatt. Als eigentliches Prunkstück ist ein eisernes Klappmesser mit elfenbeinernem Griff in Form eines Löwen zu bezeichnen. Ein Hufschuh, eine Glocke, diverse Wagenbeschläge, Jochaufsätze sowie Bestandteile von Geschirr belegen, dass Zugtiereund Wagen zum Fuhrpark des Gutshofes gehörten.
A. v. d. T.



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Öffnungszeiten:

frei zugänglich

Parkmöglichkeiten:

auf Parkplatz an der Strasse


Kosten:

ev. Wegspesen

Gastronomie:

in Hüttwilen od. Nussbaummen


Übernachtung:

in Hüttwilen od. Nussbaummen

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Und hier sehen Sie,
wie Sie den Gutshof Studheien finden können !



Kartenausschnitt vom Hüttwilen und Nussbaummen


Plan zum ausdrucken


Ungefähre Koordinaten:

706643 / 274614 (481 m ü.M)


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Wegbeschreibung:

mit dem Fahrzeug


Optimale Route von Winterthur nach Nussbaummen
Fahrzeit: ca. 32 Minuten
Von Winterthur aus etwa noch 25 Kilometer bis nach Nussbaummen


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von Winterthur über Winterthur-Öhringen, Lindstraße auf die A1 richtung St. Gallen fahren
weiter der A1 über Ober-Winterthur folgen
nach Ober-Winterthur von der A1 in die A7 richtung Konstanz fahren
der A7 bis Frauenfeld-West folgen
an der Ausfahrt Frauenfeld-West abfahren und über Warth, Weiningen (TG), Hüttwilen richtung Oberstammheim fahren


zwischen Hüttwilen und Nussbaummen auf Parkplatz fahren
und dem Wegweiser "Römischer Gutshof Studheien" folgen



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